Chirurgische Zahnheilkunde

In unserer Praxis werden alle Chirurgischen Eingriffe unter lokaler Anästhesie durchgeführt. Auf Wunsch kann zusätzlich eine Lachgasbehandlung angeboten werden.

Bei ca. 7% aller Kinder kommt es zu einem tief ansetzendem und sehr straffen Lippenbändchen. In diesen Fällen schließt sich die Lücke zwischen den großen Schneidezähnen nicht. Durch den hohen Zug, der von dem Band ausgeht, kann es zu Zahnfleischrückgang an den Frontzähnen kommen.

In diesen Fällen empfiehlt sich die Frenektomie, die im Alter von 8-9 Jahren durchgeführt werden sollte. Die Durchtrennung und Entfernung ist mittels einer Skalpelschneidetechnik und anschliessender Vernähung des Zahnfleisches möglich. Aufgrund der Vorteile eines Dentallasers ist dieser jedoch für diesen Eingriff zu bevorzugen.

Bei 3-5% aller Kleinkinder kommt es zu einem stark verkürzten Zungenbändchen. Die Zungen ist hierdurch in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Schwierigkeiten können auch beim Trinken und Schlucken sowie bei der Lautbildung auftreten. Weiterhin ist die Reinigungsfunktion der Zunge im Backenzahnbereich eingeschränkt. In einfachen Fällen erfolgt die Korrektur mittels Schere, bei stark ausgeprägtem Gewebestrang ist der Dentallasers wegen der geringen Blutung vorzuziehen.

vergleich gesunder zahn - implantatVerloren gegangene Zähne sollten ersetzt werden.

Eine Möglichkeit stellen Implantate dar.

In der Zahnmedizin versteht man unter Implantaten meist schrauben- oder zylinderförmige Systeme, welche dem Ersatz der natürlichen Zahnwurzeln dienen.

Diese Implantate werden in der Regel nach einer Einheilungsphase mit Kronen oder Brücken versorgt oder verbessern den Halt von Prothesen.

Die Implantate bestehen meist aus Titan, da dieses ein sehr biokompatibles Material ist.

In das Implantat wird ein Abutment (Aufbau) eingefügt, auf dem die Krone, Brücke oder Prothese befestigt wird.

Um verloren gegangene Knochensubstanz im Ober- bzw. Unterkiefer zu rekonstruieren, können verschiedene Knochenaufbaumethoden angewendet werden. Diese Aufbauverfahren können nötig werden, um Implantaten eine ausreichende Basis zu verschaffen, besseren Halt zu geben oder die Ästhetik nach unfall- oder krankheitsbedingtem Knochenverlust wieder herzustellen.

Zum Einsatz kommt meist menschlicher Eigenknochen und/oder synthetisch hergestellte Ersatzmaterialien.

Sind Zähne durch Unfälle oder Karies stark zerstört, müssen diese, aber auch Wurzelreste entfernt werden, da ansonsten Entzündungen und Schmerzen auftreten.

Wenn Weisheitszähne aufgrund ihrer Wachstumsrichtung oder wegen Platzmangel Schmerzen bereiten, sollten diese entfernt werden.

Jegliche Veränderungen der Mundschleimhaut sollten untersucht werden, um auszuschließen, dass es sich um bösartige Erkrankungen handelt.

Teilweise ist der Knochen zwischen Mundhöhle und Kieferhöhle nicht dick genug, um ein Implantat aufnehmen zu können. In diesen Fällen muss, falls eine Implantatversorgung gewünscht ist, der Boden der Kieferhöhle aufgebaut bzw. angehoben werden.

Zum Einsatz kommen körpereigener Knochen und/oder Knochenersatzmaterialien.

Nicht immer bleiben wurzelkanalbehandelte Zähne beschwerdefrei. In diesen Fällen gibt es die Möglichkeit einer Wurzelspitzenresektion. Diese dient dem Erhalt eines im Vorfeld wurzelbehandelten Zahnes. Hierbei wird unter Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) die Wurzelspitze sowie das entzündete Gewebe entfernt. Anschließend wird der Wurzelkanal verschlossen und das Zahnfleisch vernäht.

Unter einer Zystektomie versteht man die operative Entfernung einer Zyste. Diese Operation muss teilweise mit einer Wurzelspitzenresektion kombiniert werden. Die Zyste sollte vollständig entfernt werden, da es sonst zu Rezidiven kommt.